Die Goldene Pforte

Kulturschatz am Roshdestwenski-Kloster

Ikonen vom Beginn Susdals

Unter den unerschöpflichen Schätzen Susdals nehmen die Ikonen, das wertvolle Zusammenspiel von Talent und Inspiration der altrussischen Maler, einen bedeutenden Platz ein.

Die Goldene Pforte des Roshdestwenski-Klosters


Die Susdaler Sammlung der altrussischen Malerei besteht vorwiegend aus Werken örtlicher Herkunft, die bereits in unserer Zeit zusammengetragen und sorgfältig restauriert wurden. Bis zur Großen Sozialistischen Oktoberrevolution waren sie den Forschern fast nicht zugänglich. Und auf die Anfrage des großen deutschen Dichters und Denkers J. W. von Goethe über die Susdaler Ikonographie aus dem Jahre 1815 kam aus Russland die Antwort, dass es in Susdal eine solche nicht gäbe.

Zu Beginn des 13. Jahrhunderts wurde von Susdaler Meistern ein bemerkenswertes Denkmal der bildenden Kunst, die Goldene Pforte des Roshdestwenski-Klosters, in der Technik des Goldauftragens angefertigt. Dazu wurden Kupferplatten mit schwarzem Lack überzogen, auf dem die Konturen der Malerei vorgezeichnet wurden. Danach trug man auf die Platten das in Quecksilber aufgelöste Gold auf. Bei Erhitzung verflüchtigte sich das Quecksilber, und das Gold verband sich mit dem Metall und bildete eine schöne und haltbare Darstellung.

An dem Südportal sind die Taten der Engel, der Schutzheiligen der Susdaler Fürsten, dargestellt und am Westportal Szenen aus dem Neuen Testament. Außer den Sujetdarstellungen sind die Türen reich mit feinen pflanzlichen Ornamenten und Griffon-Figuren geschmückt.

Die knappen Aufschriften zu den Zeichnungen bilden kostbare Quellen für das Studium der altrussischen Sprache und Schrift.


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