Gottesmutter Hodigitria

Die Ikone in der Politik Susdals

Ikonen von Susdal

Gottesmutter Hodigitria

Gottesmutter Hodigitria Ikone


Die Kunst der Künstler von Susdal reagiert sehr feinfühlig auf die Anforderungen der Zeit. Ende des 15. Anfang des 16. Jahrhunderts rief die verstärkte Zentralisierung des Staates Gestalten der Kunst ins Leben, die zur Repräsentanz und zur offiziösen Feierlichkeit tendierten. So die Gottesmutter Hodigitria ("die Wegführerin") aus der Maria-Entschlafens-Kathedrale des Königinnen - Klosters in Wladimir.

Die Gottesmutter Hodigitria wurde als Beschützerin von Byzanz betrachtet, wo sich auch dieser Typ Ikonenmalerei herausbildete. Nach dem Fall von Konstantinopel im Jahre 1453 wurde der Kult dieser Ikone in Russland besonders populär in Verbindung mit der Entstehung der Idee "Moskau ist ein drittes Rom". Die russische Bezeichnung eines ähnlichen Ikonentyps ist "Gottesmutter von Smolensk", da die Hodigitria besonders in Smolensk verehrt wurde.

Im Gesamtaufbau der Ikone ist die Rückkehr zu den Traditionen der hohen Kunst aus der Zeit vor dem mongolisch-tatarischen Joch zu spüren. Auf dem breiten goldenen Untergrund der Tafel hebt sich deutlich die Silhouette der Gottesmutter ab. Auf ihrem linken Arm ruht die Kindesfigur in leuchtend goldenen Gewändern. Die Gestalt der Gottesmutter ist voller Majestät, Würde und sittlicher Reinheit.


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