Maria Schutz und Fürbitte

Die Susdaler Schule

Ikone Maria Schutz und Fürbitte

In der Ikone "Maria Schutz und Fürbitte" sind die besten Charakterzüge und Besonderheiten der Wladimir-Susdaler Malerei verkörpert. Unter den in anderen Zentren geschaffenen Kunstwerken heben sich die Ikonen aus Wladimir-Susdal durch durchdachte Komposition, erhaben-nachdenklichen Bildaufbau, elegante Linienführung und weiche Farbübergänge hervor. Die im 14. Jahrhundert entstandene Moskauer Malschule entwickelte bewusst die Susdaler Traditionen weiter.

Maria Schutz und Fürbitte


Eines der wichtigsten Vorbilder der Malerei Wladimir-Susdals ist die Ikone "Verkündigung“ auf die in vollem Maße die Worte Igor Grabars, des hervorragenden sowjetischen Malers und Kunstwissenschaftlers, anwendbar sind, der die Susdaler Denkmäler als "Kunst feiner Proportionen, eleganter Linien und bizarrer Verflechtungen der Muster" charakterisierte.

Die "Verkündigung" zieht durch lakonische Schönheit und Klarheit der Komposition an. Die aufstrebenden Bewegungen des Erzengels Gabriel sind der sanften Figur der Maria gegenübergestellt.

Mit seinem Farbenreichtum, insbesondere der dunkelgrünen Farbe der Dächer mit weißen Farbtupfen, korrespondiert die Ikone mit "Maria Schutz und Fürbitte". Der architektonische Hintergrund der "Verkündigung" fließt gleichsam mit dem goldenen Untergrund der Ikone zusammen, er ist gedämpft, um die Wichtigkeit der Szene auf dem Vordergrund des Bildes hervorzuheben.

Dieses miniaturartige Werk voller Dynamik sowie rhythmischer und farblicher Eleganz konkurriert in seiner emotionalen Wirkung mit Denkmälern der Malkunst beliebigen Ausmaßes.


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