Metropolit Alexios Ikonen

Der Bischof von Wladimir

Ikonen von Susdal

Im 15. Jahrhundert erhielten die Ikonen mit der Darstellung des Metropoliten Alexios große Popularität. Bevor Alexios den Titel des Metropoliten bekam, war er Bischof von Wladimir.

Metropolit Alexios Ikone


Sein großer Verstand und seine hohe Bildung gestatteten ihm zusammen mit Energie und Charakterstärke, eine sichtbare Rolle nicht nur in den kirchlichen Angelegenheiten, sondern auch im politischen Leben zu spielen. Alexios unterstützte Dmitri Donskoi im Kampf gegen die Fürsten von Twer und Susdal-Nishni-Nowgorod. Die Treue in der Wiedergabe der inneren Welt dieses Menschen und die deutlich ausgeprägte Schönheit der Malerei bilden die Hauptkennzeichen dieser kleinen Ikone aus dem Ende des 15. Jahrhunderts, die einst das Susdaler Pokrow-Kloster schmückte.

Selbst innerhalb einer künstlerischen Tradition kommen Werke vor, die von einer markanten Persönlichkeit geprägt sind. Gewissermaßen eine Volksvariante der Malerei von Wladimir-Susdal stellt die Ikone "Nikolaus in der Lebensbeschreibung" (16. Jh.) dar, deren Kolorit keine Spuren der üblichen Strenge aufweist. Die feuerroten, leuchtend blauen, weißen und grünen Farben aus dem Pinsel des unbekannten Meisters bilden ein anspruchsvolles Malmuster, gleichsam entstanden aus wahllos verstreuten Edelsteinen.

Eine weiche Malhandschrift, die für die besten Werke der Wladimir- Susdaler Malschule charakteristisch ist, ist den 20 Tabletts - zweiseitig bemalte Kleinstikonen aus der Susdaler Roshdestwenski-Kathedrale - wesenseigen. Die Tabletts sind sehr kunstfertig gemalt. Die Autoren haben sich dabei als interessante Illustratoren von Szenen aus dem Evangelium erwiesen. In diesen Werken sind Anzeichen für eine erzählhafte Ausarbeitung des Sujets spürbar, wie sie erst in der Kunst des 17. Jahrhunderts weite Verbreitung fanden.


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