Susdal - Reise in die Geschichte von Russland

Rostow-Susdal bis Moskau

Ein Ausflug in die Geschichte von Susdal

Unternehmen wir eine kleine Reise in die Geschichte. Susdal gehört zu den alten Städten des russischen Nordostens. Urkundlich erwähnt wurde die Stadt erstmals im Jahre 1024.

Blick von der Galerie des Prokow Kloster

Bereits in der Mitte des 12. Jahrhunderts ist Susdal die Hauptstadt des selbständigen Fürstentums Rostow-Susdal. Zu dieser Zeit haben sich auch die hauptsächlichsten Wesenszüge ihrer städtebaulichen Planung, der Kreml und die befestigte Vorstadt, formiert. In der Vorstadtresidenz des Fürsten Juri Dolgoruki wird am Ufer des Flusses Nerl die Boris-und-Gleb-Kirche errichtet (1152), das erste Baudenkmal in Nordostrussland aus weißem Kalkstein.

Später, nachdem Susdal die politische Vormachtstellung dem benachbarten Wladimir abgetreten hatte, bewahrte dennoch die Stadt ihre Stellung als Erbsitz des Großfürsten von Wladimir. Die Roshdestwenski-Kathedrale (Mariä-Geburt-Kathedrale) im Susdaler Kreml (1222-1225) blieb in ihrer Schönheit nicht hinter den Gebäuden der Hauptstadt Wladimir zurück.

Im Jahre 1238 teilte Susdal das tragische Geschick vieler russischer Städte - es wurde von den Horden des Tataren Khan Batu zerstört und verbrannt. Dieser Umstand hemmte für lange Zeit ökonomische und kulturelle Entwicklung.

Das 14. Jahrhundert hat keine Spur in der Baukunst Susdals hinterlassen, denn alle Bauten waren aus Holz gebaut und kamen in den Flammen um.

Gebäude aus Kalkstein wurden erst wieder ab Ende des 15. Jahrhunderts errichtet. Dem Aufblühen der Steinbaukunst halfen die Moskauer Herrscher, die im kulturellen Erbe Susdals eine ideologische Stütze erblickten. Im 16./17. Jahrhundert formierten sich die bis heute erhaltenen Ensembles des Kreml, des Pokrow-(Mariä-Schutz-und-Fürbitte-), des Spasso-Jewfimiewski- (Erlöser-Euthymios-) Kloster und anderer.

Im 18. Jahrhundert beginnt sich die Architektur der Vorstadt zu entwickeln. Die Bauten füllten die Lücken zwischen dem Kreml und den Klöstern und bildeten damit ein einheitliches, unvergleichlich schönes städtisches Ensemble.

Jedoch sind die Schätze Susdals mit der Architektur noch nicht ausgeschöpft. Einzigartig sind auch die Werke der Susdaler Steinschneiderei, Malerei und angewandten und dekorativen Kunst, die man in den alten Kathedralen besichtigen kann, wo sie eine Einheit mit dem Interieur dieser Baudenkmäler bilden, oder auch in Form von systematisierten Kollektionen, die die Grundlage der Susdaler Expositionen und Ausstellungen bilden.


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