Wladimir. Boris. Gleb - Ikonen von Susdal

Ikonen wandeln sich in den Zeitaltern

Ikone von Wladimir. Boris. Gleb

Ein typisches Denkmal aus dem 17. Jahrhundert, als sich das Interesse für Prunk und Musterintensität verstärkte, ist die Ikone "Wladimir. Boris. Gleb".

Wladimir. Boris. Gleb



Das 17. Jahrhundert ist in Russland eine Zeit der Wende in der Geschichte und Kultur. Die Kunst wird allmählich mit weltlichem Inhalt und festlichem Prunk angereichert. Die Gesichter der Heiligen sind bereits in der Licht-Schatten-Technik gemalt, sie sind jedoch wenig ausdrucksvoll und ohne innere Bewegung. Das Hauptaugenmerk legt der Künstler auf das Zusammenspiel der Farben, indem er sorgfältig das Ornament des Fürstengewandes ausführt.


Die Randbilder auf denen Szenen aus ihrem Leben dargestellt sind, bestechen durch historische Authentizität und erinnern an Buchminiaturen.


Von alters her gibt es in Russland den Brauch, die Ikonen mit kostbaren Beschlägen zu schmücken. Bis zum 16. Jahrhundert war die hauptsächliche Technik ihrer Herstellung die metallische Einfassung der Heiligenbilder, d.h. die manuelle Prägung auf feinen goldenen oder silbernen Platten. Bemerkenswerte Beispiele für einen Ikonenbeschlag sind die "Dreieinigkeit" und "Der Erlöser auf dem Thron", zwei kleine Ikonen aus dem 16. Jahrhundert aus dem Susdaler Pokrow-Kloster. Auf beiden Ikonen sind die Randfelder und der Untergrund mit Silbervergoldeter Einfassung, die ein prachtvolles pflanzliches Ornament schmückt, bedeckt. Das Flimmern des vergoldeten Beschlags vereinigt sich gut mit dem malerischen Kolorit der Ikone selbst.


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